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Akupunktur ist ein Regulationsverfahren, bei dem durch Nadel- oder Wärmereiz die Körpervorgänge harmonisiert werden. Sie ist besonders geeignet zur Therapie von schmerzen oder funktionellen Erkrankungen.
Akupunktur ist eine Behandlungsmethode, die in China ihre Anfänge hat und dort seit über 4000 Jahren eine sehr alte Tradition hat. Die alten chinesischen Ärzte haben aufgrund ihrer Beobachtungen und Erfahrungen ein ganzheitliches Modell erstellt, das sich bis heute bewährt hat. Auch in Deutschland wurde Akupunktur schon im 17.Jhdt angewandt, so setzte sie ein Leibarzt des preußischen Königs bereits vor dem Jahre 1825 ein. Akupunktur zählt zur Erfahrungsheilkunde, ihre Wirkungsweise ist aber auch schon mit den Methoden der modernen wisenschaftlichen Medizin überprüft und weitgehend erforscht. Die Erfahrung hat gezeigt, daß bei vielen Erkrankungen über eine Reizung bestimmter Körperpunkte eine Besserung oder Heilung von Beschwerden erzielt werden kann. Eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO beauftragte internationale Expertenkomission erstellte 1979 eine Liste mit über 40 Krankheiten, bei denen die Anwendung von Akupunktur empfohlen wird.
Wie wirkt Akupunktur ?
Die Behandlung beruht auf der Vorstellung, daß ein gesunder Körper in einem energetischen Gleichgewicht steht. Wird dieses Gleichgewicht gestört, z.B. durch Überlastung, seelische Probleme, Witterungseinflüsse, so kommt es zum Ausbruch einer Krankheit. Akupunktur versucht durch Reizung entsprechender Punkte das Energiegleichgewicht wieder herzustellen. In der Vorstellung der Chinesen ist das Ziel die Wiederherstellung der Harmonie zwischen den gegensätzlichen Prinizpien Yin und Yang. Durch diese ganzheitliche Sicht ist es oft möglich, mehrere anscheinend unzusammenhängende Beschwerden in ihrer Bedeutung für den ganzen Menschen zu erklären und auch zu behandeln wie übrigens in anderen ganzheitlichen Therapieformen (z.B.in der Homöopathie) auch.
Naturwissenschaftlich können durch Akupunktur ausgelöste Effekte wie z.B. die Ausschüttung von körpereigenen schmerzdämpfenden Stoffen (Endorphine, Enkephalin, Dynorphin) nachgewiesen werden. Der bewährte Einsatz in der Schmerztherapie macht dies auch deutlich.
Zusammengefaßt ist die Wirkung der Akupunktur: schmerzlindernd, ausgleichend- regulierend, entspannend-beruhigend, das Abwehrsystem anregend, motorisch aktivierend (z.B.bei Lähmungen), entzündungshemmend, allgemein stärkend, Energie zuführend.
Welche Krankheiten können behandelt werden ?
1. alle Schmerzzustände - besonders am Bewegungsapparat, z.B. Ischias, Hexenschuß, rheumatische Beschwerden, Arthrose, Schulter-Arm-Syndrom, Halswirbelsäulensyndrom
2. Funktionelle, vegetative oder nervöse Regulationsstörungen auch bei akuten oder chronischen Organerkrankungen z.B. Migräne, Koppfschmerzen, Trigeminusneuralgie Sinusitis, Hör-, Seh-, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Asthma bronchiale, Bronchitis, Allergien, Heuschnupfen, Herzrhythmusstörungen, Magen- und Darmerkrankungen, Verdauungsstörungen, Obstipation, Blasenleiden, gynäkologische Erkrankungen, Menstruationsbeschwerden, Kinderwunsch, Wechseljahrbeschwerden Nervosität, Erschöpfung, Schlafstörungen, Abwehrschwäche, Psychosomatische Erkrankungen
3. Suchtproblem - Behandlung der Entzugserscheinungen
Wie wird Akupunktur durchgeführt ?
Vor Beginn einer Akupunkturbehandlung ist eine genaue Befragung über den körperlichen und seelischen Zustand und ggfs eine körperliche Unteruchung erforderlich. Dabei können auch scheinbar nebensächliche Störungen wie z.B. häufige kalte Füsse o.ä. wichtige Hinweise für die Behandlung geben. Je nach Erkrankung werden Akupunkturpunkte am Körper oder/und Ohr behandelt. Die Beeinflussung der Punkte geschieht durch Nadelung, Lasertherapie oder Aufbringen von Wärme (Moxatherapie). Es werden sterile Einmalnadeln verwendet, sodaß eine Übertragung von Infektionen ausgeschlossen ist.Die Nadeln sind hauchdünn und verursachen keinen Schmerz.
Eine Behandlung dauert in der Regel zwischen 15 und 45 Minuten, für akute Erkrankungen sind häufig 3-5 Sitzungen für chronische Erkrankungen 10-20 Behandlungen notwendig. Die Häufigkeit richtet sich nach der Erkrankung und der Reaktion auf die Akupunktur, sie reicht von täglich bis einmal pro Woche. Die Zahl der Nadeln variiert je nach Beschwerden. Nebenwirkungen treten bei sachgemäßer Anwendung nicht auf, vereinzelt können Reaktionen als Zeichen einer Umstellung im Körper auftreten .
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